Der Grand Canyon zählt zu den großen Naturwundern und begrüßt jedes Jahr rund fünf Millionen Besucher. Einsame und ruhige Stellen gibt es in dem National-Park daher nur noch selten, außer in Verbindung mit langen Wanderungen. Dies gilt allerdings nicht für den wenig bekanntenNorth Rim des Grand Canyon.
Am Toroweap Overlookstürzen die Felswände über 900 Meter senkrecht in die Tiefe und geben einen atemberaubenden Blick auf den Colorado River frei. Dieser Aussichtspunkt bietet wohl den schönsten und spektakulärsten Anblick des Grand Canyon und macht diesen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Und das Beste daran: Touristenmassen sucht man hier vergebens.
Doch natürlich haben diese Vorzüge auch einen kleinen Haken. Der Zugang zur Tuweep area führt nur über eine unbefestigte Schotterstraße, welche selbst unter guten Bedingungen nicht einfach zu befahren ist.
Das Abenteuer beginnt
Es gibt mehrere Zufahrten zum Toroweap Point, von denen aber keine asphaltiert oder gar für Wohnmobile geeignet ist. Es empfiehlt sich daher dringend vorher Erkundigungen über den aktuellen Zustand der Straße einzuholen, da nach starkem Regen selbst SUVs nicht weiter kommen.
Die Straße wird zunehmend schlechter
Wir wählten die Sunshine Route, welche 61 Meilen lang (oneway) ist und in etwa 2,5 Stunden bewältigt werden kann. Unser Auto war ein Jeep Cherokee(kein Allrad), für Autos mit weniger Bodenfreiheit würden wir die Straße nicht empfehlen.
Nicht nur wegen den Querrillen in der Straße ist die Fahrt äußerst anstrengend und erfordert höchste Konzentration. Immer wieder trifft man auf ausgespülte Gräben oder spitze Steine mitten auf der Straße.
Um einen Platten oder ein Aufsitzen des Fahrzeugs zu vermeiden sollte man sich daher immer den besten Pfad aussuchen und für den Fall der Fälle vorher volltanken und genug Lebensmittel mitnehmen ;)
Die letzten 3 – 4 Meilen, kurz hinter einer einsamen Rangerstation, verschlechtert sich die Straße nochmal deutlich, sodass wir die letzte Meile sogar zu Fuß weiter mussten.
Für uns hat sich die mühselige Fahrt aber dennoch gelohnt. Der wirklich gigantische Ausblick zusammen mit der ruhigen und idyllischen Umgebung machen die Strapazen schnell wieder vergessen ;)
Auf dem Fluss treiben einige Boote
Unser nächstes Highlight ist gleich wieder ein echter Geheimtipp: Die geheimnisvollen Wahweap Hoodoos